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Sprachförderung in Kindergärten

 
   
  MURKEL LERNT DEUTSCH

Sprachförderung im Kindergarten für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache

Seit dem Jahr 2000 fördert das Berufsförderungsinstitut Salzburg die Sprachentwicklung von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache in den städtischen Kindergärten Salzburgs und erfüllt so eine wichtige sozial- und gesellschaftspolitische Aufgabe. Die von erfahrenen PädagogInnen angebotene Sprachförderung in Kleingruppen unterstützt die Erlernung der Umgebungssprache, dient der Integration und verbessert die Ausgangssituation in der Schule. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund und Migrantenkinder ist in den städtischen Kindergärten sehr groß und steigt auch stetig an. Dieser Umstand erfordert eine Pädagogik, die von Offenheit für das „Andere und Fremde“ geprägt ist, die Chancen erkennt und auf Handicaps eingeht.

Bildung geschieht bereits im Kindergarten und alle Kinder – auch jene mit einer anderen Muttersprache als Deutsch – sollten die gleichen Chancen haben. Das vom BFI durchgeführte Projekt „Murkel lernt Deutsch“ ist zwar nur ein kleines, aber sehr gerne von den KindergartenpädagogInnen angenommenes Projekt, das vielen Kindern zugute kommt.
Sprachliche Vielfalt gilt als Normalfall in Salzburgs Tageseinrichtungen für Kinder und sollte nicht als Problem, sondern als Chance und Motivation aller Kinder begriffen werden.

Interkulturelle Erziehung richtet sich an österreichische Kinder und Kinder mit Migrations-hintergrund gleichermaßen, denn die Entwicklung eines Selbstbildes und einer
kulturelle Identität steht in engem Zusammenhang mit der Sprache und muss gefördert werden. Gemischtkulturelle Kindergartengruppen ermöglichen die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen und Sprachen. Durch die Erlernung von Fremdsprachen werden ein Verständnis gegenüber anderen Menschen und somit auch die gegenseitige Toleranz entwickelt.

Zur Sensibilisierung der SprachtrainerInnen ist die Kenntnis des politischen und kulturellen Hintergrund der Herkunftsländer von Kindern mit Migrationshintergrund unumgänglich, um zu wissen, wie in der sozialen Umgebung von MigrantInnen gefühlt, gedacht und gelebt wird. Die Anerkennung der Mehrsprachigkeit äußert sich im pädagogischen Handeln, den pädagogischen Angeboten und der persönlichen Haltung der PädagogInnen. Der Spracherwerb erfolgt durch die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt. Die Erfahrungen von Kindern im Umgang mit Dingen und Personen sind also für den Erwerb von Bedeutungen und den Aufbau von Begriffen von herausragender Bedeutung. Um diesen Lernprozess zu unterstützen, werden Kinder auf Basis ihrer individuellen Möglichkeiten und in Anknüpfung an für sie bedeutende Erlebnissen und Lebensbereichen gefördert. Entsprechend dem Leistungsniveau werden Themen wie Essen, Kleidung, Familie, Körper, Spielsachen, Tiere, etc. in spielerischer Form umgesetzt.


Projektleitung
Mag. Gabriele Falkner, Tel. 0662/88 30 81-326


In Kooperation mit dem Integrationsbüro Salzburg und dem Stadtjugendamt

 

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