Nutzen

Die Aufstellungsarbeit zählt zu den hoch effizienten Methoden in der systemischen Beratung und wird seit über 35 Jahren, vorerst für Familien später auch für Organisationen sowie im Gesundheitswesen angewandt. In Systemen (in familiären sowie in beruflichen) wirken unterschiedliche Kräfte, die das Verhalten jedes einzelnen Mitglieds beeinflussen. Jedes System unterliegt auch bestimmten Grundsätzen, welche die Grenzen eines Systems sichern und für Stabilität sorgen. Werden diese Grundsätze über längere Zeit missachtet, führt das langfristig zu Schwierigkeiten im System. Ziel von Aufstellungen ist es, Kräfte und hinderliche Muster sichtbar und spürbar zu machen mit dem Fokus auf die Frage: Was könnte das System unterstützen, damit es ihm besser geht? Unter Beachtung ethischer sowie rechtlicher Grundsätze leiten wir Sie an, gemeinsam mit Ihren Klient/innen Fragestellungen zu erarbeiten, Aufstellungen in unterschiedlichen Abstraktionsgraden (z. B. mit Bodenankern, Symbolen, Personen) und Formaten durchzuführen, sowie die Integration in den Alltag gemeinsam mit Ihren Klient/innen zu planen. In einem strukturierten Wechselspiel zwischen theoretischem Input mit starkem Praxisbezug, Demonstration, eigenem Üben sowie anschließender Reflexion sind Sie bestens vorbereitet, um selber Aufstellung durchzuführen. Aufstellungsarbeit als Technik kann für alle sozialen Systeme eingesetzt werden: für familiäre und berufliche Systeme und zur Abbildung der Struktur dieser sozialen Systeme - sprich für Organisationen, Institutionen, Unternehmen, Vereine usw.

Inhalt

Grundlagen der Aufstellungsarbeit; Geschichte; Arbeitshaltung; rechtliche Aspekte; systemischer Ansatz; Grundordnung und Grundbedürfnisse in menschlichen Systemen; Familien-Genogramm; Hypothesenbildung; Aufstellungsarbeit als erkennendes/intervenierendes Verfahren: Einzelklient/innen; Teams; Betrieb/Unternehmen; Betriebsübernahme; Techniken und Materialien in der Aufstellungsarbeit: Einzelarbeit; Systembrett; Bodenanker; Symbole; Besonderheiten in der Aufstellungsarbeit: z. B. Widerstände; Übertragung/Gegenübertagung; welche Aufstellungsform passt zum Anliegen von Klient/innen; Peergruppen; Praxisprotokolle; Abschluss.

Zielgruppen

Psychologische/r Berater/in bzw. Lebens- und Sozialberater/in, Psycholog/in, Psychotherapeut/in, beratende Berufe, Trainer/innen, Frührungskräfte, Familientherpeut/innen, Projektmanager, Coaches, Personen, die systemisches Wissen und Werkzeuge der Aufstellungsarbeit professionell verwenden möchten.

Voraussetzung

Bereitschaft, sich auf einen Selbsterfahrungsprozess einzulassen, Mindestalter 25 Jahre, Teilnahme am Info-Abend.

Leitung

Ingrid Weilinger, Aufstellungsleiterin, Dipl. Lebensberaterin, Coach und Supervisorin, selbständig mit eigener Praxis.

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