Werkmeisterschule Maschinenbau am BFI Salzburg

Immer höhere Qualitätsansprüche und ständige Veränderung kennzeichnen unsere technisierte Welt. Nutzen Sie die Chance und greifen Sie selbst ein. Übernehmen Sie leitende Position in Ihrer Berufswelt. Werden Sie Meister bzw. Meisterin für Maschinenbau. Mit der Werkmeisterausbildung, Ausbildungszweig Maschinenbau, der technisch gewerblichen Abendschule der AK Salzburg, schaffen Sie sich eine qualifizierte Stellung im Betrieb, die Möglichkeit selbst einen Betrieb zu leiten, oder starten Sie mit fundiertem Grundlagenwissen eine weiterführende höhere technische Ausbildung, bis hin zum technischen Studium.

Ausbildung in Theorie und Praxis

Ausgehend von Ihrer praxisorientierten Vorbildung schärfen Sie an der Werkmeisterschule für Maschinenbau am BFI Salzburg Ihre physikalischen Kompetenzen, indem Sie Mechanik, Mathematik und naturwissenschaftliche Grundlagen auf anspruchsvollem Niveau betreiben und damit die Grundlage für ein tieferes Verständnis maschinenbaulicher Anwendungstechnik legen.

Die Ausbildung umfasst fundierte theoretische Kenntnisse zu den Themen Werkstoff- und Fertigungstechnik, Maschinenelemente und Maschinenkunde. In modernsten Labors wird die Theorie in die Praxis umgesetzt.

Die Lerninhalte der technischen Mechanik und angewandten Mathematik bilden die Grundlage zur Berechnung von Maschinen- und Metallbaukonstruktion. Letztendlich konstruieren Sie im aktuellen CAD-Programm von Solide Edge Ihr persönliches Meisterstück.

Neben dem fachlichen und methodischen Input, den Sie durch ein kompetentes Referent/innen-Team erhalten, fokussiert die BFI-Maschinenbau-Ausbildung auf eigenständiges Arbeiten. Neben klassischem Präsenzunterricht sind Individualphasen in Form von Fernlehre bzw. Fernlernen zu bewerkstelligen. In unterschiedlichen E-Learning-Ansätzen beschäftigen Sie sich dabei selbständig und eigenverantwortlich mit Fachliteratur, Online-Quellen und Software. Durch die Fernlehre sind Sie etwas flexibler in Ihrer Zeiteinteilung und müssen nicht so oft zum BFI Salzburg anreisen, wie in vergleichbarer, rein stationären Beschulung. Diese Flexibilität innerhalb einer – häufig herausfordernden – berufsbegleitenden Ausbildung wird gleichermaßen als familienfreundlich wahrgenommen und für den Ausbau von Eigenständigkeit geschätzt.

Lehrplan und inhaltlicher Schnelldurchlauf

Formal ist die Werkmeisterschule für Maschinenbau am BFI Salzburg inhaltlich und bezüglich der Unterrichtsstunden einem Lehrplan unterworfen, der auf HTL.at zum Download bereit steht. Hier ein kurzer Schnelldurchlauf daraus abgeleiteter Inhalte, die Sie erwarten, wenn Sie Meister/in der Elektrotechnik am BFI Salzburg werden:

  • Die Sprache der Physik, in der die Mechanik bzw. der Maschinebau ein zentrales Teilgebiet darstellen, ist und bleibt die Mathematik. Sie lernen demnach eine Sprache, einen Formalismus, der Sie befähigt, maschinebauliche Zusammenhänge exakt verstehen und beschreiben zu können. Auch wenn heute moderne Taschenrechner und mathematische Software zur Verfügung stehen, ist es von vordergründiger Bedeutung, Mathematik möglichst ohne Hilfsmittel betreiben zu können. Nur dann nämlich sind Sie in der Lage, Ergebnisse zu hinterfragen und abschätzen zu können. Die Fächer Angewandte Mathematik, Mechanik und Naturwissenschaftliche Grundlagen verfolgen demnach die Zielsetzung, dass Sie Mathematik als wesentliches Werkzeug Ihrer maschinenbaulichen Ausbildung wahrnehmen. Mathematik will geübt, will wiederholt sein. In den Individualphasen im Rahmen des Fernlernens stehen Ihnen dafür etliche Übungsmöglichkeiten zur Verfügung.
  • Elektro- und Steuerungstechnik bzw. Automatisierungstechnik können getrost als wichtigste Nachbardisziplinen zum Maschinenbau verstanden werden. Kaum eine Maschine ist heute nicht mit Steuergeräten in unterschiedlichsten Ausprägungsformen ausgestattet. Im Gegenstand Elektrotechnik und Steuerungstechnik wird rasch – nach einer sehr kompakten Grundlagenphase – an das Thema Automatisierungstechnik herangeführt. Welche Sensoren gibt es, wie werden deren Informationen weitergegeben, welche Aktoren werden über welche Stellgeräte angesprochen, wie leget man einen elektrischen Antrieb aus? Wie verschaltet man Sensoren und Aktoren miteinander – oder im heute gängigen Ansatz – wie programmiert man das Zusammenspiel zwischen Sensoren und Aktoren, was anhand einer kompakten Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) festgemacht wird. Geht es darum, automatisierungstechnische Abläufe zu beschreiben, müssen Maschinenbauer, Mechatroniker, Automatisierungs- und Elektrotechniker die gleiche Sprache sprechen. Zu diesem Zwecke wird die Modellierungsnorm GRAFCET eingeführt und umgesetzt. Zu guter Letzt entspringen den umfassenden Vorgaben der Maschinenrichtlinie und daraus abgeleiteter Normen etliche Forderungen zur funktionalen und Maschinensicherheit, die im elektrotechnischen uns maschinenbaulichen Zusammenspiel zu realisieren sind.
  • Nicht zuletzt zeichnet Meister/innen des Maschinenbaus aus, dass sie über ihren fachlichen Tellerrand hinausblicken können. Automatisierungstechnisches Grundverständnis zählt hier ebenso dazu, wie Rechtsverständnis und wirtschaftliches Denken und Handeln unter ökologischen Gesichtspunkten. Das Fächerkonglomerat Kommunikation und Schriftverkehr, Wirtschaft und Recht, Mitarbeiterführung und Ausbildung, Betriebs- und Umwelttechnik fundamentiert das Ziel, entweder als Selbständiger oder in leitender Position in Industrie und Gewerbe, die Dinge nicht nur beim maschinebaulichen Kragen zu packen, sondern ganzheitlich an Aufgabenstellungen heranzugehen.
  • Wie alle Fachrichtungen der Werkmeisterschule am BFI Salzburg schließen Sie Ihre Ausbildung mit einem umfassenden maschinebaulichen Meisterprojekt ab. Entgegen andere Prüfungsmodelle, die auf eine harte Prüfungswoche setzen, lernen Sie durch das Umsetzen eines Projekts – gerne gesehen in Kooperation mit Ihrem Arbeitgeber – viele der bisherigen Inhalte praxistauglich miteinander in Beziehung zu setzen. Der Lernerfolg ist im Regelfall innerhalb des Projektansatzes nachhaltiger und entspricht dem, was Sie später häufig tun: Projekte realisieren.