Historischer Abschluss einer Ära: Mit der Diplomverleihung am 1. Oktober 2026 endet die schulische Ausbildung zum gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege – feierlich begleitet von Landesrat Dr. Wolfgang Fürweger, designiertem Landesrat Wolfgang Mayer, AMS-Landesgeschäftsführerin Julia Kröll, AK-Vizepräsidentin Daniela Wiermeier und vielen Lehrpersonen und Wegbegleiter:innen.

47 Absolvent:innen erhalten das Diplom für den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege – die letzte Klasse, die diese Ausbildung an einer Schule abschließt. Denn mit 31. Dezember 2026 endet die Übergangsregelung für die schulischen Diplomausbildungen. Damit läuft der bisherige Ausbildungsweg im sekundären Bereich aus. Die Ausbildung zum gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt künftig ausschließlich im tertiären Bereich über das bereits seit 2009 bestehende FH-Bachelorstudium. Am BFI Salzburg werden die Ausbildungen zur Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz regulär weitergeführt.

Seit 1991 wurden am BFI Salzburg insgesamt 880 Personen zum gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege ausgebildet – mit den heutigen 47 Diplomand:innen sind es 927. Die AK Salzburg und das BFI Salzburg waren sowohl mit der Gründung der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege als auch mit der Errichtung von Pflegehilfelehrgängen die erste Einrichtung Österreichs, die diese Ausbildungen im Erwachsenenbildungssegment durchgeführt hat.

Zwei Wege zum Diplom

Die Abschlussklasse vereint zwei Ausbildungswege: Die dreijährige Vollzeitausbildung (sechs Semester) umfasst mehr als 2.000 Theoriestunden und 2.480 Praxisstunden; Zusätzlich absolvierten Personen mit abgeschlossener Pflegehilfe-, Pflegeassistenz- oder Pflegefachassistenz-Ausbildung die verkürzte Aufschulung (vier Semester) mit 1.160 Theoriestunden und 1.680 Praxisstunden.

Vielfalt als Stärke der Erwachsenenbildung

Die Absolvent:innen sind zwischen 20 und 54 Jahre alt und kommen aus dem gesamten Bundesland Salzburg. 37 der Absolvent:innen waren bereits als Pflegeassistenz bzw. Pflegefachassistenz tätig und brachten zum Teil langjährige Berufserfahrung aus der Langzeitpflege, dem extramuralen Bereich und der Akutpflege mit. Die Vollzeitauszubildenden kamen aus sehr unterschiedlichen Berufsfeldern – von der Selbstständigkeit über Büro, Einzelhandel und Handwerk bis hin zu Buchhaltung und Medizintechnik. Andere waren bereits im Gesundheitsbereich tätig, etwa als Heimhelfer:in, Ordinations- oder zahnärztliche Assistenz. Für viele war die Ausbildung eine bewusste berufliche Neuorientierung.

Neue Pflegekräfte für Salzburg – Großteil bereits mit Arbeitsplatz

Erfreulich: Mehr als 80 % der Absolvent:innen hat bereits eine fixe Arbeitsplatzzusage – verteilt über das gesamte Bundesland, im Langzeit- und extramuralen Bereich (Hauskrankenpflege, Primärversorgungszentren) ebenso wie im Akutbereich (OP, Intensivstation, Ambulanzen, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpflege).

„Der gehobene Dienst in der Gesundheits- und Krankenpflege übernimmt eine verantwortungsvolle und unverzichtbare Aufgabe im Gesundheitswesen. Als Teil eines interdisziplinären Versorgungsteams braucht es dafür fachliche Kompetenz, Menschlichkeit, Empathie und die Bereitschaft, neugierig zu bleiben und sich stetig weiterzuentwickeln. Ich gratuliere unseren Absolvent:innen herzlich zu ihrem Diplom und wünsche ihnen viel Freude und Erfolg auf ihrem weiteren beruflichen Weg.“ - Birgit Rauscher, MSc MA, Direktorin der Schule am BFI.

Festliche Diplomfeier mit zahlreichen Ehrengästen

Neben den Absolvent:innen und ihren Familien kamen auch Referent:innen und Wegbegleiter:innen der Schule zu Gast. Als Ehrengäste waren Landesrat Mag. Dr. Wolfgang Fürweger, MSc, und der designierte Landesrat Wolfgang Mayer sowie AK-Vizepräsidentin Daniela Wiermeier und Julia Kröll, Landesgeschäftsführerin des AMS Salzburg zugegen. Landesrat Fürweger betonte in seiner Rede: „Wer sich für die Pflege entscheidet, kann auf einen sicheren Beruf mit Sinn, Weiterentwicklungsmöglichkeiten und verlässlichen Perspektiven bauen. Es ist ein Zukunftsberuf. Im Rahmen der Plattform Pflege III hat die Landesregierung gezeigt, dass wir die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte weiter verbessern und die Ausbildung noch attraktiver gestalten wollen.“