Gerade in Krisenzeiten kommt der Weiterbildung von Mitarbeiter/innen ein hoher Stellenwert zu. Insbesondere Unternehmen, die die Möglichkeit der Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter/innen nutzen, profitieren gleich mehrfach von gezielten Qualifizierungsmaßnahmen. Diese tragen einerseits zur Mitarbeiter/innenbindung und Wissenssteigerung im Unternehmen bei und ermöglichen andererseits, die Zeit der Krise sinnvoll zu überbrücken und gestärkt aus dieser hervorzugehen.

Skiproduzent Blizzard geht mit gutem Beispiel voran

Der heimische Skihersteller Blizzard Sport ist sich der Wichtigkeit von gezielter Mitarbeiterentwicklung auch während Krisenzeiten bewusst. Aufgrund der aktuellen Situation rund um Corona mussten die Produktionsmengen der Skiproduktion zurückgefahren werden. Die kurzarbeitsfreien Tage der letzten Monate wurden trotzdem sinnvoll genutzt. Während dieser Tage erhielten zahlreiche Mitarbeiter/innen, von Produktionsmitarbeiter/innen bis hin zur Führungskraft, die Möglichkeit, ihre Sprach- und EDV-Kenntnisse in Form von externen Weiterbildungskursen auf ein höheres Level zu heben.

Auch Helmut Exenberger, Geschäftsführer der Blizzard Sport GmbH, unterstreicht den positiven Aspekt von Weiterbildungsmaßnahmen in der Kurzarbeit: „Wir haben in unserem Unternehmensleitbild vereinbart, dass wir einerseits eine lernende Organisation sind und andererseits, dass die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unser größtes Kapital ist. Aus- und Weiterbildung sind als zentrales Anliegen stark verankert. Es war uns schnell klar, dass wir diese herausfordernde Zeit der Corona Krise gut nutzen wollen und haben das auch konsequent umgesetzt. Damit wurde auch die freie Zeit der Nichtarbeitstage gut genutzt und die Mitarbeiter konnten sich weiterentwickeln.“ 

Customized Learning als Erfolgsfaktor

Die gewünschten Inhalte zur Kompetenzerweiterung der Mitarbeiter/innen wurden im Vorfeld seitens des Unternehmens konkretisiert und anschließend vom BFI Salzburg, stets mit Blick auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer/innen, konzipiert: „Unsere bestens geschulten Trainerinnen und Trainer konnten dadurch anwendungsbezogenes Wissen vermitteln und zu einer deutlichen Kompetenzerhöhung beitragen,“ zeigt sich BFI-Geschäftsführer Horst Kremsmair erfreut.

AK-Präsident Eder lobt: „Für die Zeit nach der Krise gut gerüstet“

AK-Präsident Peter Eder ist voll des Lobes für die Initiative: „Weiterbildung in der Kurzarbeit ist ein großes Thema. Ich freue mich, dass ein namhafter und in der Region verwurzelter Betrieb wie Blizzard hier aktiv wird. Das ist nicht selbstverständlich, hat Vorbild-Charakter und ist eine Win-Win-Situation für die Beschäftigten und das Unternehmen. Wenn es darum geht, die Zeit jetzt zu nützen und sich für nach der Krise zu rüsten, haben Betriebe mit dem BFI der AK einen starken Partner. “

Qualifizierung wird weiter gefördert und forciert

„Die Weiterentwicklung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist einer der wichtigsten Bausteine für ein erfolgreiches Unternehmen. Mit Hilfe der staatlichen Unterstützung und den organisatorischen Möglichkeiten des BFI, die Kurse individuell, auf unsere Bedürfnisse anzupassen, konnten wir auch in der Kurzarbeit Weiterbildungen für unsere Belegschaft anbieten,“ zeigt sich auch Yvonne Richter als Leiterin der Personalabteilung vom Nutzen überzeugt.

Die Bundesregierung hat im Februar eine Verlängerung der Corona-Kurzarbeit um weitere drei Monate von 1. April bis 30. Juni 2021 beschlossen. Betriebe erhalten in dieser erneuten Phase 60 % vom AMS rückerstattet, wenn sie ihre Mitarbeiter/innen während der Kurzarbeit qualifizieren lassen. Um die Förderung zu erhalten, müssen mindestens 16 Maßnahmenstunden pro Teilnehmer/in durchgeführt werden.