In Zusammenarbeit mit der HTBLuVA Salzburg bietet das BFI Salzburg 2026 erstmalig den Lehrgang an, der auf die Lehrabschlussprüfung Applikationsentwickler:in vorbereitet. Dieser Abschluss im zweiten Bildungsweg ermöglicht es langjährig erprobten und großteils autodidakten Entwickler:innen, einen formalen Abschluss zu erhalten und dadurch mehr Jobsicherheit zu erlangen. 

Wir haben mit Lehrgangsleiter Johannes Ferner über die Vorteile dieses Weges gesprochen und nachgefragt, für wen dieser Lehrgang genau richtig ist!

Warum ist der Lehrgang zur außerordentlichen Lehrabschlussprüfung für Applikationsentwicklung gerade für Betriebe und Förderstellen so relevant?
Der Lehrgang bietet Unternehmen die Möglichkeit, Mitarbeitende mit praktischer Erfahrung gezielt zu qualifizieren und ihnen einen anerkannten Abschluss zu ermöglichen. Das stärkt nicht nur die Fachkompetenz im Betrieb, sondern erleichtert auch Förderstellen die zielgerichtete Unterstützung, da eine klare Ausbildungsperspektive besteht.

Welche Kompetenzen erwerben die Teilnehmer:innen konkret – und wie lassen sich diese direkt im Betrieb einsetzen?
Die Teilnehmer:innen erarbeiten sich fundierte Kenntnisse in Programmierung, Softwareentwicklung, Datenbanken und modernen IT-Methoden. Diese Fähigkeiten können unmittelbar in Projekten angewandt werden – sei es bei der Entwicklung neuer Anwendungen, der Betreuung bestehender Systeme oder der Optimierung interner Prozesse.

Inwiefern ist dieser Lehrgang eine gute Option auch für Personen, die bereits praktische IT-Erfahrung haben?
Gerade für Quereinsteiger:innen oder Personen mit mehrjähriger Berufspraxis ist dieser Lehrgang eine ideale Ergänzung. Er schafft die Brücke zwischen praktischer Erfahrung und formaler Qualifikation und eröffnet dadurch neue Karrierewege, die ohne Abschluss oft verschlossen bleiben.

Der Kurs ist berufsbegleitend organisiert. Welche Vorteile bringt das für Unternehmen, die Mitarbeitende entsenden oder fördern?
Der berufsbegleitende Aufbau sorgt dafür, dass Mitarbeitende im Unternehmen bleiben und ihr Wissen parallel zur Ausbildung einbringen können. So entstehen nur geringe Ausfallzeiten, während die Lerninhalte unmittelbar in den Arbeitsalltag integriert werden.

Worauf wurde bei der Entwicklung des Lehrgangs besonders geachtet – und wie wurden aktuelle Anforderungen der IT-Branche dabei berücksichtigt?
Bei der Konzeption wurde großer Wert auf Praxisnähe gelegt. Inhalte wie agile Methoden, moderne Programmiersprachen und aktuelle Technologien spiegeln die Anforderungen der IT-Branche wider und bereiten die Teilnehmenden optimal auf ihre berufliche Zukunft vor.

Warum lohnt es sich für Unternehmen, Mitarbeitende über diesen Weg zur Lehrabschlussprüfung zu qualifizieren – statt etwa externe Fachkräfte zu rekrutieren?
Die gezielte Qualifizierung eigener Mitarbeitender stärkt die Bindung ans Unternehmen, erhöht die Motivation und sichert wertvolles Know-how im Betrieb. Anstatt aufwendig externe Fachkräfte zu suchen, investieren Unternehmen so nachhaltig in ihre eigenen Talente.

Welche fachlichen und persönlichen Voraussetzungen sollten potenzielle Teilnehmer:innen mitbringen, damit sich die Investition für alle Seiten auszahlt?
Grundlegendes technisches Verständnis, Interesse an IT-Themen und erste praktische Erfahrungen sind von Vorteil. Ebenso wichtig sind Motivation, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. denn gerade diese Eigenschaften machen den Erfolg für Teilnehmende und Unternehmen aus.

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DI DI(FH) Johannes Ferner schloss 2007 das Studium der Telematik ab und war anschließend über ein Jahrzehnt in der Wirtschaft tätig. Seit 2018 ist er Professor an der HTBLuVA Salzburg, wo er in den Abteilungen Elektrotechnik sowie Informationstechnologie unterrichtet. Im Jahr 2025 absolvierte er zusätzlich das ITS-Studium mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz, um seine fachliche Expertise weiter auszubauen und aktuelle Entwicklungen in die Ausbildung einfließen zu lassen.

Der Lehrgang teilt sich in drei spezifische Fächer: 

  1. Datentechnik & Systemmanagement
  2. Applikationsentwicklung
  3. Angewandte Mathematik

Er richtet sich an Personen, die Praxis im IT-Bereich vorweisen können, aber noch keinen entsprechenden Berufsabschluss haben. Durch diesen staatlich anerakannten Abschluss steigen die Jobchancen und Aufstiegsmöglichkeiten in der Digitalbranche. 

Mehr Infos zu Applikationsentwicklung

Dieser Interview ist in gekürzter Version im Magazin Bildungsblicke (Ausgabe 2026) erschienen. Weitere Artikel findest du in der digitalen Version. Um die 'Bildungsblicke' zu abonnieren, schreib uns eine Mail an info@bfi-sbg.at.

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